In Freiburg sehen wir immer wieder denselben Fehler: Der Oberbau wird nach Standardtabellen bemessen, ohne die tatsächliche Zusammensetzung des Untergrunds im Oberrheingraben zu berücksichtigen. Die quartären Kiese und Sande unter der Stadt – Ablagerungen des Dreisam-Schwemmfächers – reagieren völlig anders auf dynamische Last als etwa die Lössböden am Tuniberg. Eine Bemessung flexibler Fahrbahnen muss genau hier ansetzen. Bevor wir die Asphalttragschicht definieren, lassen wir die Tragfähigkeit des Planums mit dem statischen Plattendruckversuch prüfen. Nur so lässt sich die Dicke der einzelnen Lagen wirtschaftlich und technisch sinnvoll festlegen, ohne nach zwei Wintern Risse zu riskieren. Unser Labor arbeitet nach den aktuellen RStO 12 und ist für die Durchführung der erforderlichen Eignungsprüfungen akkreditiert. Für den privaten Verkehrswegebau kombinieren wir die Tragschichtbemessung oft mit der Analyse des CBR-Wertes, vor allem wenn der anstehende Boden im Bereich der Vauban-Allee verdichtet und wiederverwendet werden soll. So entsteht ein Aufbau, der die 1.800 Sonnenstunden und die Frostperioden im Breisgau gleichermaßen verkraftet.
Eine RStO-konforme Bemessung spart auf 20 Jahre mehr als jede nachträgliche Asphaltverstärkung – das zeigt unsere Erfahrung mit dem Oberrhein-Untergrund.



