Freiburgs Topografie mit über 40 Prozent Hangneigung im Stadtgebiet stellt den Straßenbau vor besondere Aufgaben. In Stadtteilen wie dem Vauban oder der Wiehre, wo auf Keupermergel und Lösslehm gebaut wird, entscheidet die Tragfähigkeit des Planums über die Lebensdauer jeder Fahrbahn. Der CBR-Wert liefert hier den entscheidenden Kennwert für die Dimensionierung des Oberbaus. Wir führen die CBR-Studie mit einem vollinstrumentierten Lastrahmen durch, der den Eindringwiderstand des anstehenden Bodens unter definierter Auflast misst. Die Ergebnisse fließen direkt in den rechnerischen Nachweis nach RStO 12 ein, damit die Asphalt- oder Pflasterdecke auch nach zehn Wintern mit Frost-Tau-Wechseln keine Setzungsrisse zeigt. Für die Baugrundbeurteilung in den quartären Kiesterrassen der Dreisam ergänzen wir die Analyse bei Bedarf mit einer Korngrößenanalyse, um den Feinkornanteil exakt zu quantifizieren und den Verdichtungsgrad nach ZTV E-StB zu bewerten.
Ein um 3 Prozentpunkte höherer CBR-Wert auf dem Planum kann die erforderliche Tragschichtdicke um bis zu 15 Zentimeter reduzieren – das spart Material und Bauzeit.



