GEOTECHNIK
FREIBURG

Geotechnik in Freiburg

Technische Studien, die Ihr Projekt stützen.

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Die quartären Lockergesteine der Freiburger Bucht, geprägt von Rheinschottern und lössbedeckten Niederterrassen, stellen an jedes Gründungsvorhaben spezifische Anforderungen. Unsere bodenmechanische Untersuchung ermittelt die maßgebenden Kennwerte – von der Scherfestigkeit drainierter Kiese bis zur Kompressibilität bindiger Auelehmhorizonte in den tieferen Lagen der Stadt. Gerade im heterogenen Untergrund zwischen Dreisam und Tuniberg, wo tragfähige Kiese oft unvermittelt in weiche Beckentone übergehen, liefert eine präzise Laboranalyse die Grundlage für wirtschaftliche Bemessungen. Die Klassifikation erfolgt nach DIN EN ISO 14688, ergänzt durch Versuche im Triaxialversuch zur Bestimmung des effektiven Reibungswinkels sowie zur Beurteilung der Verformbarkeit bei wechselnden Grundwasserständen, wie sie für das Oberrheingebiet typisch sind.

Die Qualität der Bodenmechanik entscheidet über die Sicherheitsreserve – im heterogenen Freiburger Untergrund ist das Labor der einzig verlässliche Ort für belastbare Kennwerte.
Geotechnik in Freiburg
Technische Referenz — Freiburg

Unsere Leistungsbereiche

Lokale Geologie

Der Versuchsablauf im geotechnischen Labor folgt einer strikten Prozedur, beginnend mit der visuellen Ansprache der aus Freiburg angelieferten Sonderproben – entscheidend ist bereits hier die korrekte Identifikation von organischen Beimengungen aus ehemaligen Flutrinnen oder anthropogenen Auffüllungen. Für die bodenmechanische Untersuchung setzen wir auf servohydraulische Prüfmaschinen, die im geschlossenen Regelkreis weggesteuerte Scherversuche mit konstanter Vorschubrate fahren. Bei bindigen Böden kommt ein Ödometer zum Einsatz, um die zeitabhängige Setzung unter Bauwerkslasten zu prognostizieren – ein kritischer Aspekt bei mehrgeschossigen Wohnbauten in Stadtteilen wie Stühlinger, wo die Mächtigkeit kompressibler Schichten stark variiert. Die Ergebnisse münden direkt in die Parameter für numerische FE-Modelle: Steifemodul Es, effektive Kohäsion c' und der Winkel der inneren Reibung φ' werden mit einer Genauigkeit erfasst, die die Böschungsstabilität bei tiefen Baugruben in Hanglagen zuverlässig bewertbar macht.

Maßgebliche Normen

DIN 18137-1:2010-07 – Bestimmung der Scherfestigkeit (Triaxialversuch), DIN EN ISO 17892-5:2017 – Kompressionsversuch im Ödometer, EC 7 (DIN EN 1997-2:2010-10) – Geotechnische Erkundung und Untersuchung, Laborversuche, DIN 18196 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke

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Warum uns wählen

Ein Bauvorhaben im Vauban-Viertel mit viergeschossiger Blockrandbebauung förderte bei der Baugrubenerkundung unterhalb von zwei Metern Kies eine unerwartet mächtige Schlufflinse zutage. Ohne die spezifische bodenmechanische Untersuchung der bindigen Partie wäre die Gründung mit einem zu optimistischen Steifemodul bemessen worden – die Folge wären differentielle Setzungen von voraussichtlich über drei Zentimetern innerhalb der ersten zwei Jahre gewesen. Das Labor erkannte die geringe Vorbelastung und empfahl anhand des ermittelten Kompressionsbeiwerts eine Tiefgründung mit Pfählen, die in den darunter anstehenden tertiären Mergelhorizont einbindet. Im Freiburger Raum liegt das größte Risiko genau in solchen faziellen Wechseln: Rhein-Kies über tertiärem Beckenton, was ohne Laboranalyse weder im Rammdiagramm noch im Baggerschurf eindeutig interpretierbar ist.

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Scherparameter (drainiert)φ' 30°–37.5° (Kies), c' 0–5 kPa
Steifemodul Es (Erstbelastung)15–80 MN/m² je nach Lagerungsdichte
Konsolidationsbeiwert cv1×10⁻⁶ bis 5×10⁻⁸ m²/s (Ton/Schluff)
Undränierte Scherfestigkeit cu25–150 kPa (bindige Böden)
Wichte (erdfeucht)18–22 kN/m³
Durchlässigkeitsbeiwert kf10⁻² bis 10⁻⁸ m/s
Proctor-Referenzdichte1.85–2.15 t/m³

Häufige Fragen

Wie viele Proben benötigt das Labor für eine belastbare bodenmechanische Untersuchung in Freiburg?

Die Probenanzahl richtet sich nach der Homogenität des Untergrunds. In den heterogenen quartären Ablagerungen der Freiburger Bucht entnehmen wir üblicherweise aus jeder relevanten Schicht mindestens drei gestörte Proben für Klassifikation und Proctorversuch sowie drei ungestörte Sonderproben für den Triaxial- und Kompressionsversuch. Bei einem Einfamilienhaus mit zwei Gründungshorizonten sind das typischerweise 6–8 Proben, bei größeren Projekten entsprechend mehr.

Mit welchen Kosten muss ich für eine bodenmechanische Untersuchung in Freiburg rechnen?

Der Aufwand hängt stark vom geforderten Versuchsumfang ab. Für ein typisches Wohnbauprojekt mit Triaxialversuch an drei Proben, Ödometer an zwei Proben und begleitender Klassifikation bewegt sich der Preisrahmen zwischen €3.150 und €5.430. Enthalten sind darin die Probenvorbereitung, die Versuchsdurchführung nach DIN sowie der ausführliche Laborbericht mit Interpretation.

Welche Norm ist für die bodenmechanische Untersuchung in Deutschland maßgebend?

Die Laborversuche folgen der DIN EN ISO 17892-Reihe, während die daraus abgeleiteten Kennwerte im Sinne des Eurocode 7 (DIN EN 1997-2) für die geotechnische Bemessung aufbereitet werden. Ergänzend kommen nationale Normen wie die DIN 18137 für den Triaxialversuch oder die DIN 18196 für die Bodenklassifikation zur Anwendung.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Freiburg und seinem Großraum.

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