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Böschungsstabilitätsanalyse in Freiburg: Sicherheit am Hang

Technische Studien, die Ihr Projekt stützen.

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Am Hang oberhalb des Dreisamtals, wo der Blick auf den Münsterturm zu den schönsten der Stadt zählt, sollte ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage entstehen. Der Aushub legte eine Wechsellagerung aus Lösslehm und verwittertem Gneis frei. Keine Seltenheit in Freiburg, denn der Untergrund variiert hier auf kürzester Distanz zwischen quartären Lockergesteinen und anstehendem Kristallin des Schwarzwalds. Die ersten Zentimeter des Aufschlusses sahen stabil aus, doch der Bauleiter spürte es: Wasser sickerte aus einer sandigen Zwischenschicht. Wir wurden hinzugezogen, um die Standsicherheit der 7 Meter hohen Baugrubenböschung rechnerisch nachzuweisen. Ohne eine fundierte Böschungsstabilitätsanalyse wäre die Gefahr eines Böschungsbruchs mit erheblichen Folgen für die angrenzende Bebauung real gewesen. Genau hier setzt unsere Arbeit an: Wir übersetzen die lokale Geologie in belastbare Kennwerte und rechnerische Nachweise, damit Sie mit Sicherheit bauen können.

Ein Böschungsbruch kündigt sich selten laut an. Meist sind es wenige Millimeter Verschiebung, die über Standsicherheit oder Versagen entscheiden.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Die Böschungsstabilitätsanalyse in der Region folgt dem in Baden-Württemberg bauaufsichtlich eingeführten Eurocode 7 (DIN EN 1997-1:2014-03) in Verbindung mit dem nationalen Anhang DIN EN 1997-1/NA und der ergänzenden DIN 4084:2021-05 für Geländebruchberechnungen. Entscheidend ist der Nachweis für die Grenzzustände GEO-2 und GEO-3. Wir ermitteln die charakteristischen Bodenkennwerte über Direkte Scherversuche oder Triaxialversuche, denn die Kohäsion c' und der Reibungswinkel φ' sind die maßgeblichen Parameter. Porenwasserdrücke simulieren wir mit stationären oder transienten Sickerströmungsmodellen, was in Freiburg mit den durchschnittlich 1.100 mm Jahresniederschlag und den oft gespannten Grundwasserverhältnissen in den Talauen von Dreisam und Mooswald besonders relevant ist. Für tiefere Gleitfugen, die ins verwitterte Grundgebirge reichen, kombinieren wir die Analyse mit Ergebnissen aus der Korngrößenanalyse zur besseren Klassifikation der Verwitterungszone.
Böschungsstabilitätsanalyse in Freiburg: Sicherheit am Hang
Technische Referenz — Freiburg

Standortspezifische Faktoren

Vergleicht man den Untergrund im Freiburger Osten mit dem im Westen, liegen Welten dazwischen. In Littenweiler und Kappel steht bereits in geringer Tiefe der Gneis an, und temporäre Einschnitte sind oft unkritisch. Im Rieselfeld oder in Haslach hingegen hat man es mit mächtigen, setzungsempfindlichen Auelehmen und Niederterrassenschottern zu tun. Hier wird die Böschungsstabilitätsanalyse schnell zum zentralen Baustein der Baugrubenplanung. Ein häufiger Fehler ist die Annahme dränierter Verhältnisse in einem Boden, der real gesättigt ist. Bereits ein Wasserzutritt aus einer unentdeckten Schichtfuge kann den Auslastungsgrad einer Böschung von 0,85 auf über 1,0 katapultieren. Wir modellieren deshalb stets mit gemessenen Grundwasserständen und nicht mit Annahmen. Ein zweiter kritischer Punkt sind Aushubsohlen, die nahe an bestehenden Gebäuden liegen. Hier rechnen wir den Nachweis der Nachbarbebauung mit abgestuften Verformungsbildern, um Setzungsschäden auszuschließen.

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Maßgebliche Normen

DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik), DIN 4084:2021-05 (Geländebruchberechnungen), DIN 1054:2021 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau)

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
BerechnungsverfahrenLamellenverfahren nach Bishop, Janbu, Morgenstern-Price
Normative GrundlageDIN EN 1997-1 (EC 7), DIN 4084:2021-05
Erforderliche ScherparameterEffektive Kohäsion c', Reibungswinkel φ', Steifemodul Es
TeilsicherheitsbeiwerteGZ GEO-2 und GEO-3 nach DIN 1054:2021
Berücksichtigte LastfälleStändig, vorübergehend (Bauzustand), außergewöhnlich (Erdbeben)
ModellierungssoftwareGGU-STABILITY, PLAXIS 2D (FEM)
AusgabeformatStandsicherheitsnachweis mit Auslastungsgrad μ

Häufige Fragen

Was kostet eine Böschungsstabilitätsanalyse in Freiburg typischerweise?

Richten Sie sich auf ein Honorar zwischen 1.240 und 3.640 Euro ein. Der Preis hängt stark vom Umfang der erforderlichen Bodenuntersuchungen und der Komplexität des Geländemodells ab. Eine einfache Analyse eines homogenen Einschnitts liegt am unteren Ende, eine dreidimensionale FEM-Berechnung mit mehreren Bauzuständen und Grundwassermodellierung am oberen.

Welche Bodenkennwerte benötigt der Prüfstatiker von uns?

Der Prüfstatiker verlangt abgeleitete Kennwerte aus Feld- und Laborversuchen. Mindestens erforderlich sind Wichte γ/γ', effektive Kohäsion c' und Reibungswinkel φ' sowie der Steifemodul Es. Bei wassergesättigten Böden ist zudem der Durchlässigkeitsbeiwert kf relevant.

Reicht eine Berechnung oder muss das Gelände vor Ort aufgenommen werden?

Eine reine Schreibtischlösung ist nicht zulässig. Die Norm verlangt eine ingenieurgeologische Aufnahme der Schichten und die Probenahme für Laborversuche. Ohne Ortsbesichtigung und Baugrunderkundung fehlt dem Modell die Grundlage.

Wie berücksichtigen Sie Erdbebenlasten in der Analyse?

Freiburg liegt in der Erdbebenzone 1 der DIN EN 1998-1/NA, mit einer moderaten Bemessungsbodenbeschleunigung von 0,4 m/s². Wir setzen einen quasi-statischen Lastansatz an, indem wir die horizontale Erdbebenbeschleunigung als Zusatzkraft im Lamellenmodell aufbringen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Freiburg und seinem Großraum. Mehr Info.

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