In Freiburg ist der Untergrund oft eine Überraschung wert. Was auf den ersten Blick wie tragfähiger Lösslehm aussieht, kann in wenigen Metern Tiefe in verwitterten Grundgebirgsschutt übergehen – der berüchtigten Übergangszone der Vorbergzone. Genau hier setzt eine systematische Baugrubenüberwachung an. Wenn der Aushub neben einem Altstadtgebäude mit flacher Gründung erfolgt oder eine Bohrpfahlwand unterhalb des Grundwasserspiegels der Dreisam-Ebene steht, reichen visuelle Kontrollen nicht aus. Das messtechnische Monitoring liefert objektive Daten, bevor ein Versagen eintritt. In der Wiehre oder in Herdern, wo Hangwasser oft die Verbauwände belastet, kombinieren wir Neigungsmessungen mit geodätischer Überwachung, um ein vollständiges Verformungsbild zu erhalten. Der Baugrund in Freiburg reagiert empfindlich auf Niederschläge – eine Erkenntnis, die wir durch jahrelange Projekterfahrung in der Region verinnerlicht haben.
Ein gut instrumentiertes Monitoring ist die beste Versicherung gegen Bauverzögerungen und teure Schäden – besonders im heterogenen Untergrund der Breisgauer Bucht.



