Die häufigste Ursache für Nachträge beim Erdbau in Freiburg sind Setzungen im Bereich von Leitungsgräben und Arbeitsräumen. Der Fehler liegt fast immer in der unzureichenden Verdichtungskontrolle: Es wird nach Gefühl verdichtet, der Walzengang wird nicht dokumentiert, und der geforderte Verdichtungsgrad DPr von 97 % oder 100 % bleibt eine Annahme. Wir messen direkt auf der Baustelle mit dem Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2. Der Vorteil: Das Verfahren ist solid, eichfähig und liefert auch bei grobkörnigen Böden und Auffüllungen mit Steinen zuverlässige Dichtewerte. Gerade in Freiburg, wo die quartären Kiese der Dreisam-Niederung und die Lösslehme der Vorbergzone kleinräumig wechseln, braucht es ein Verfahren, das unabhängig vom Korngefüge funktioniert. Die Trockendichte ρd wird gravimetrisch bestimmt, der Wassergehalt über Schnelltrocknung oder Labor – eine Kombination, die in der ZTV E-StB 17 und den ZTV A-StB 12 ausdrücklich gefordert wird. Unser Team führt die Prüfung mit geeichtem Gerät durch, inklusive Proctor-Referenz aus dem eigenen Labor. Ergebnis: Ein belastbarer Prüfbericht, der jeder Bauabnahme standhält.
Wenn die Anforderungen an Tragfähigkeit und Setzungsarmut steigen, kombinieren wir die Dichteprüfung mit einem Proctorversuch, um den Verdichtungsgrad exakt zu bewerten, oder mit einer Lastplattendruckprüfung für den Verformungsmodul.
Die Verdichtung ist erst dann nachgewiesen, wenn der Verdichtungsgrad DPr auf Basis einer Sandkegel-Felddichtebestimmung und einer Proctor-Referenzdichte aus dem Labor belegt ist.



