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In-Situ-Prüfungen in Freiburg

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Die Kategorie der In-Situ-Prüfungen umfasst sämtliche Feldversuche und direkte Untersuchungsverfahren, die unmittelbar am gewachsenen Boden oder an künstlichen Baustoffen im Bauwerk durchgeführt werden. In Freiburg im Breisgau sind diese Prüfungen von zentraler Bedeutung, da die komplexe Geologie des Oberrheingrabens und die hohen Anforderungen an die Baugrundsicherheit eine lückenlose Qualitätskontrolle vor Ort erfordern. Anders als bei Laborversuchen liefern In-Situ-Prüfungen Ergebnisse unter realen Spannungs- und Feuchtebedingungen und ermöglichen eine sofortige Beurteilung der Tragfähigkeit, Verdichtung oder Durchlässigkeit. Sie bilden damit das Rückgrat jeder geotechnischen Erkundung und Bauüberwachung in der Region.

Die geologischen Bedingungen in Freiburg sind durch die Lage am westlichen Rand des Schwarzwaldes und die mächtigen quartären Lockergesteinsfüllungen des Rheingrabens geprägt. Wechsellagerungen aus Kiesen, Sanden, Auelehmen und Lösslehm stellen Planer und Ausführende vor besondere Herausforderungen. Hinzu kommen lokal begrenzte Rutschhänge am Schönberg und setzungsempfindliche Böden in den Niederungen der Dreisam. Nur durch gezielte Feldversuche wie die Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) lassen sich Verdichtungsgrade und Tragfähigkeiten dieser heterogenen Untergründe zuverlässig nachweisen und die Standsicherheit von Bauwerken dauerhaft gewährleisten.

In-Situ-Prüfungen in Freiburg

In Deutschland sind In-Situ-Prüfungen normativ streng geregelt. Maßgebend sind die DIN EN ISO 22476-Reihe für Felduntersuchungen sowie die DIN 4020 für geotechnische Untersuchungen. Für Verdichtungskontrollen im Erdbau verweist die ZTV E-StB auf die TP BF-StB, welche das Sandkegelverfahren nach DIN EN ISO 11276-2 präzisiert. Ergänzend gelten die Vorgaben der DIN 1054 für die Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau sowie die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugrund der DGGT. Die Einhaltung dieser Normen ist in Freiburg nicht nur technisch geboten, sondern auch bauaufsichtlich gefordert und wird im Rahmen von Fremdüberwachungen regelmäßig kontrolliert.

Das Spektrum der Bauvorhaben, die In-Situ-Prüfungen erfordern, ist breit gefächert. Im Hochbau sind Verdichtungskontrollen für Baugrubenverfüllungen und Arbeitsraumverfügungen unerlässlich, während im Tiefbau der Nachweis der Tragfähigkeit von Rohrleitungsgräben und Kanalbetten im Vordergrund steht. Im Verkehrswegebau, etwa bei der Erneuerung der B31 oder dem Ausbau der Stadtbahnlinien, sind flächendeckende Dichteprüfungen und Plattendruckversuche Standard. Auch der ökologische Wasserbau an der renaturierten Dreisam sowie der Spezialtiefbau für Gründungen im hochverdichteten innerstädtischen Bereich setzen eine enge Begleitung durch Feldversuche voraus, um Risiken zu minimieren und die Ausführungssicherheit zu erhöhen.

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Häufige Fragen

Was versteht man unter In-Situ-Prüfungen in der Geotechnik?

In-Situ-Prüfungen sind Feldversuche, die direkt am natürlichen oder geschütteten Boden durchgeführt werden, ohne Probenentnahme für das Labor. Sie erfassen Zustandsgrößen wie Dichte, Tragfähigkeit oder Wasserdurchlässigkeit unter den tatsächlich anstehenden Bedingungen. Typische Verfahren sind Rammsondierungen, Plattendruckversuche und Dichtebestimmungen mit dem Sandkegelverfahren. Sie liefern unverzüglich belastbare Kennwerte für die Baugrundbeurteilung und Qualitätskontrolle.

Welche Normen gelten für In-Situ-Prüfungen in Deutschland?

Die zentrale Normenreihe ist die DIN EN ISO 22476 für geotechnische Felduntersuchungen. Für Verdichtungskontrollen im Erdbau sind die ZTV E-StB und die TP BF-StB maßgebend, die das Sandkegelverfahren nach DIN EN ISO 11276-2 regeln. Die DIN 4020 legt den Umfang geotechnischer Untersuchungen fest, während die DIN 1054 die Sicherheitsnachweise definiert. Diese Regelwerke sind in Freiburg bauaufsichtlich verbindlich.

Wann sind In-Situ-Prüfungen in Freiburg besonders wichtig?

Aufgrund der heterogenen Lockergesteine des Oberrheingrabens mit Wechsellagerungen aus Kiesen, Sanden und Auelehmen sind In-Situ-Prüfungen bei fast jedem Bauvorhaben kritisch. Besonders bei setzungsempfindlichen Böden in Dreisamnähe, rutschgefährdeten Hängen am Schönberg oder bei Hochwasserschutzbauwerken. Auch innerstädtische Projekte mit beengten Platzverhältnissen und hohen Lastkonzentrationen erfordern eine lückenlose Feldprüfung zur Vermeidung von Bauschäden.

Welche In-Situ-Prüfverfahren werden im Erdbau am häufigsten eingesetzt?

Im Erdbau dominieren Verdichtungskontrollen mittels Felddichtebestimmung nach dem Sandkegelverfahren sowie Plattendruckversuche zur Ermittlung des Verformungsmoduls. Ergänzend kommen Rammsondierungen zur Erkundung der Lagerungsdichte und bei bindigen Böden auch Flügelscherversuche zum Einsatz. Für den Nachweis der Wasserdurchlässigkeit von Dränageschichten werden zudem Feldversickerungsversuche durchgeführt.

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