Die geologischen Verhältnisse in Freiburg variieren auf engstem Raum: vom dicht gelagerten Rheinkies der Dreisamebene bis zu den verwitterten Gneisen und Buntsandsteinen der Vorbergzone. Diese Wechselhaftigkeit macht eine rein punktuelle Bodenansprache durch Bohrungen oft unzureichend. Die Drucksondierung, bei der eine Messspitze kontinuierlich in den Baugrund gedrückt wird, liefert ein lückenloses Profil von Spitzendruck und Mantelreibung. Gerade in Freiburgs historischer Innenstadt mit ihren teils mächtigen anthropogenen Auffüllungen aus dem Wiederaufbau nach 1944 ist der Sondierung nach CPT als Ergänzung zu Kleinbohrungen nach SPT eine unverzichtbare Methode zur Beurteilung der Lagerungsdichte und zur Vermeidung von Setzungsdifferenzen.
Ein Meter Drucksondierung ersetzt oft drei Meter Mutung: Das CPT liefert ein bodenmechanisches Abbild, das Bohrprofile allein nicht leisten können.



