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CPT (Drucksondierung) in Freiburg: Tragfähigkeit präzise erfassen

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Die geologischen Verhältnisse in Freiburg variieren auf engstem Raum: vom dicht gelagerten Rheinkies der Dreisamebene bis zu den verwitterten Gneisen und Buntsandsteinen der Vorbergzone. Diese Wechselhaftigkeit macht eine rein punktuelle Bodenansprache durch Bohrungen oft unzureichend. Die Drucksondierung, bei der eine Messspitze kontinuierlich in den Baugrund gedrückt wird, liefert ein lückenloses Profil von Spitzendruck und Mantelreibung. Gerade in Freiburgs historischer Innenstadt mit ihren teils mächtigen anthropogenen Auffüllungen aus dem Wiederaufbau nach 1944 ist der Sondierung nach CPT als Ergänzung zu Kleinbohrungen nach SPT eine unverzichtbare Methode zur Beurteilung der Lagerungsdichte und zur Vermeidung von Setzungsdifferenzen.

Ein Meter Drucksondierung ersetzt oft drei Meter Mutung: Das CPT liefert ein bodenmechanisches Abbild, das Bohrprofile allein nicht leisten können.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Unser Sondiergerät ist ein Raupenfahrzeug mit 20 Tonnen Reaktionsgewicht, das eine Schubkraft von 200 kN aufbringt. Die eingesetzte Piezocone (CPTu) misst zusätzlich zum Spitzendruck und zur Mantelreibung auch den Porenwasserdruck hinter der Spitze. Diese Konfiguration erlaubt eine detaillierte Unterscheidung von Sand-, Schluff- und Tonlagen – essenziell für die Gründungsbeurteilung in den Auenlehmen der Dreisam, wo bereits geringe Tonlinsen das Tragverhalten beeinflussen. Die Tiefenleistung in Freiburgs typischem Rheinkies beträgt bis zu 25 Meter, bevor die Grenztragfähigkeit des Geräts erreicht wird. Alle Daten werden digital mit einem Takt von 2 cm aufgezeichnet und können noch am selben Tag als interpretierbares Schichtenverzeichnis mit abgeleiteten Bodenparametern übergeben werden.
CPT (Drucksondierung) in Freiburg: Tragfähigkeit präzise erfassen
Technische Referenz — Freiburg

Standortspezifische Faktoren

Die DIN EN 1997-2 in Verbindung mit DIN 4020 verlangt für setzungsempfindliche Bauwerke zwingend Drucksondierungen, wenn indirekte Aufschlüsse keine ausreichende Sicherheit bieten. In Freiburg gilt das vor allem im Einflussbereich der Dreisam, wo Hochwasserereignisse die oberflächennahen Böden immer wieder umgelagert haben. Ein Verzicht auf CPT-Sondierungen kann dazu führen, dass weiche Auenlehmschichten unter tragendem Rheinkies unentdeckt bleiben – mit der Folge ungleichmäßiger Setzungen. Auch der Nachweis gegen Versagen durch hydraulischen Grundbruch bei tiefen Baugruben in der Innenstadt ist ohne die präzise Schichtansprache und Porenwasserdruckmessung der CPTu kaum zuverlässig führbar.

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Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 22476-1: Felduntersuchungen – Drucksondierung mit elektrischem Messwertaufnehmer, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7): Erkundung und Untersuchung des Baugrunds; Abschnitt 3.6 zur Sondierung, DIN 4020: Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke – Ergänzende Regelungen, DGGT-Empfehlungen des Arbeitskreises 2.6 „Drucksondierung“ zur Klassifikation und Parameterableitung

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Messbereich Spitzendruck (qc)0–100 MPa (Standard); bis 150 MPa für Hartgestein
Messbereich Mantelreibung (fs)0–1,5 MPa; Auflösung 0,1 kPa
Porenwasserdruck (u2)0–10 MPa mit piezokeramischem Filter
Maximale Sondiertiefe in Rheinkiesca. 20–25 m bei 200 kN Schubkraft
Messintervall20 mm (digital, kontinuierlich)
Reaktionsgewicht200 kN (Raupenfahrzeug mit Ballastierung)
Ableitbare KennwerteReibungswinkel, undränierte Scherfestigkeit, Steifemodul, Lagerungsdichte, Konsistenz

Häufige Fragen

Was kostet eine CPT-Sondierung in Freiburg?

Die Kosten einer Drucksondierung hängen von der erforderlichen Tiefe, der Anzahl der Sondierpunkte und der Zugänglichkeit des Geländes ab. Als Orientierung: Für ein typisches Einfamilienhausprojekt mit zwei Sondierungen à 15 Meter Tiefe im Freiburger Stadtgebiet liegen die Gesamtkosten meist zwischen €150 und €250 pro Sondiermeter, inklusive Auswertung und Bericht.

Ab wann ist eine CPT-Sondierung einer Bohrung vorzuziehen?

Sobald ein kontinuierliches Schichtprofil mit hoher Auflösung benötigt wird – etwa bei der Erkundung von Wechsellagerungen in der Vorbergzone oder bei der Nachverdichtungskontrolle. Die CPT liefert in kürzerer Zeit mehr Datenpunkte als eine Bohrung mit SPT und ist bei rolligen Böden wie dem Rheinkies oft die einzig wirtschaftlich sinnvolle Methode zur Bestimmung der Lagerungsdichte.

Können Sie mit der CPT auch die Tragfähigkeit für Pfahlgründungen bestimmen?

Ja, die direkte Ableitung von Pfahltragfähigkeiten aus CPT-Daten ist Stand der Technik und in vielen Verfahren (z. B. nach Bustamante & Gianeselli, LCPC-Methode) normativ verankert. Die kontinuierliche Messung von Spitzendruck und Mantelreibung korreliert physikalisch unmittelbar mit den Pfahlmantel- und Spitzendruckwiderständen.

Wie lange dauert eine CPT-Sondierung vor Ort?

Die reine Sondierzeit beträgt, abhängig von Tiefe und Bodenverhältnissen, etwa 15 bis 30 Minuten pro Punkt. Mit Rüstzeit, Einmessung und Protokollierung sollten Sie für einen typischen Freiburger Erkundungstag mit drei bis vier Sondierungen etwa einen halben Tag einplanen. Die Auswertung und Berichtserstellung erfolgen innerhalb weniger Werktage.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Freiburg und seinem Großraum.

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