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Erkundung in Freiburg

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Die Erkundung des Baugrunds ist der entscheidende erste Schritt für jedes Bauvorhaben in Freiburg und dem gesamten Breisgau. Sie umfasst sämtliche direkten und indirekten Aufschlussverfahren zur Bestimmung der Boden- und Grundwasserverhältnisse und bildet die unverzichtbare Grundlage für eine sichere und wirtschaftliche Bemessung von Gründungen. In einer Stadt mit einer so vielfältigen geologischen und hydrologischen Situation wie Freiburg, von den Lockergesteinen der Rheinebene bis zu den Hanglagen des Schwarzwalds, ist eine sorgfältige Baugrunderkundung nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern ein essenzielles Instrument der Risikominimierung.

Die lokalen geologischen Bedingungen sind heterogen und anspruchsvoll. In der Rheinebene dominieren mächtige, oft setzungsempfindliche quartäre Kies- und Sandablagerungen, die lokal von feinkörnigen Auelehmen und Hochflutlehmen überlagert werden. Diese Schichten können zudem hoch anstehendes Grundwasser führen, was bei der Planung von Tiefbaumaßnahmen oder Unterkellerungen eine zentrale Rolle spielt. In Richtung Osten, an den Ausläufern des Schwarzwalds, stehen hingegen die Festgesteine des Grundgebirges wie Gneise und Granite an, die oft von Hangschutt und Verwitterungsdecken überzogen sind. Diese Wechselhaftigkeit erfordert ein adaptives und punktuell hochauflösendes Erkundungskonzept.

Erkundung in Freiburg

Die Durchführung der Baugrunderkundung in Deutschland ist normativ streng geregelt. Maßgeblich ist die DIN 4020, die die geotechnischen Untersuchungen für bautechnische Zwecke definiert und die Anforderungen an Umfang und Dokumentation festlegt. Ergänzend sind die DIN EN 1997 (Eurocode 7) und der zugehörige nationale Anhang DIN EN 1997/NA für Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik zu beachten. Diese Normen verlangen eine Einteilung des Baugrunds in geotechnische Kategorien, aus denen sich der notwendige Erkundungsumfang ableitet. Neben den klassischen Bohrverfahren kommen dabei auch moderne Sondiertechniken zum Einsatz, deren Durchführung beispielsweise in der DIN EN ISO 22476 geregelt ist.

Die Notwendigkeit einer umfassenden Erkundung erstreckt sich über nahezu alle Projekttypen. Sie ist obligatorisch für den klassischen Hoch- und Ingenieurbau, von Einfamilienhäusern in Hanglage bis zu komplexen Gewerbebauten im Stadtgebiet. Besonders kritisch ist sie für Infrastrukturprojekte wie Straßen, Brücken und die Kanalsanierung, wo heterogene Untergrundverhältnisse und die Interaktion mit dem Grundwasser präzise verstanden werden müssen. Auch bei der Planung von Geothermieanlagen oder der Versickerung von Niederschlagswasser ist eine detaillierte Kenntnis des Untergrunds unerlässlich. Eine zentrale Methode der direkten Erkundung, die vor allem in den Lockergesteinen der Rheinebene eine hohe Aussagekraft besitzt, ist der CPT (Cone Penetration Test). Er liefert eine nahezu kontinuierliche Aufzeichnung von Spitzendruck und Mantelreibung und ermöglicht so eine äußerst präzise Schichtenabgrenzung und die Ableitung von Bodenkennwerten.

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Häufige Fragen

Was versteht man unter Baugrunderkundung und warum ist sie in Freiburg so wichtig?

Baugrunderkundung umfasst alle Feld- und Laboruntersuchungen zur Beschreibung der Boden-, Fels- und Grundwasserverhältnisse. In Freiburg ist sie aufgrund der extrem heterogenen Geologie – von Lockergesteinen der Rheinebene mit hohem Grundwasserstand bis zu Festgesteinen des Schwarzwalds – essenziell, um Setzungsschäden zu vermeiden und eine standsichere, wirtschaftliche Gründung zu gewährleisten.

Welche Normen sind für die Baugrunderkundung in Deutschland maßgeblich?

Die Kernnorm ist die DIN 4020, die die geotechnischen Untersuchungen für bautechnische Zwecke regelt. Zusammen mit Eurocode 7 (DIN EN 1997) und dem nationalen Anhang DIN EN 1997/NA definiert sie die Anforderungen an Umfang, Durchführung und Dokumentation der Erkundung. Für spezifische Sondierverfahren wie den CPT ist die DIN EN ISO 22476 relevant.

Ab wann ist eine Baugrunderkundung für ein Bauprojekt erforderlich?

Eine Baugrunderkundung ist für nahezu jedes Bauwerk erforderlich, sobald es Lasten in den Untergrund abträgt. Die DIN 4020 schreibt sie verbindlich vor. Der Umfang richtet sich nach der geotechnischen Kategorie des Projekts. Selbst bei einem Einfamilienhaus ist eine Erkundung zur Beurteilung der Gründungsmöglichkeiten und der Versickerungsfähigkeit unverzichtbar.

Welche Risiken birgt eine unzureichende Baugrunderkundung?

Unzureichende Erkundung führt zu einem lückenhaften Baugrundmodell und damit zu Fehleinschätzungen bei der Gründungsbemessung. Mögliche Folgen sind unerwartete Setzungen, Risse im Bauwerk, Vernässungen durch nicht erkanntes Grundwasser oder sogar Standsicherheitsprobleme. Die Sanierung solcher Schäden ist in der Regel um ein Vielfaches teurer als eine vorausschauende Erkundung.

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Wir betreuen Projekte in Freiburg und seinem Großraum.

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