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FREIBURG
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Proctor-Versuch in Freiburg: Verdichtungskontrolle mit Norm und Labor

Technische Studien, die Ihr Projekt stützen.

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Ein Parkhaus am Rande der Altstadt, sechs Geschosse über dem ehemaligen Glottertal-Schwemmkegel. Der Bodengutachter fordert 98 % einfache Proctordichte für die Hinterfüllung der Tiefgaragenwände. Der Einbau erfolgt im Oktober, die Niederschläge im Breisgau sind unberechenbar. Jede nicht verdichtete Lage bedeutet spätere Setzungen. Wir haben den modifizierten Proctor-Versuch nach DIN 18127 im Labor gefahren und die Referenzdichte innerhalb von 48 Stunden geliefert. Der Bauleiter konnte den Einbau ohne Verzögerung fortsetzen. Als Korngrößenanalyse parallel durchgeführt wurde, zeigte sich ein hoher Feinkornanteil – die Verdichtungskurve reagierte extrem sensitiv auf Wassergehaltsschwankungen. Freiburgs heterogene Rheintalböden mit ihren Wechsellagen aus Kies, Sand und Lösslehm verlangen diese Kombination aus Feld- und Laborarbeit. Wer hier auffüllt oder Dämme schüttet, braucht die Proctordichte, sonst rechnet man mit Setzungen, die erst zwei Jahre nach Abnahme sichtbar werden.

Die Proctorkurve liefert exakt jenen Wassergehalt, bei dem der Boden seine maximale Trockendichte erreicht – ohne diese Referenz ist jede Felddichteprüfung wertlos.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Der Proctor-Versuch bestimmt die Trockendichte eines Bodens in Abhängigkeit vom Wassergehalt – unter definierter Verdichtungsarbeit. Im Labor setzen wir den Proctor-Hammer mit einem Fallgewicht von 2,5 kg (Normalproctor) oder 4,5 kg (Modifizierter Proctor) ein. Die Verdichtungsenergie wird über die Fallhöhe und die Anzahl der Schläge pro Schicht gesteuert. Bei grobkörnigen Böden mit geringem Feinkornanteil bietet sich der modifizierte Proctor an – er simuliert schwere Walzenzüge und liefert höhere Referenzdichten. Die Probenvorbereitung erfolgt nach DIN 18127 im Labor Freiburg. Schwierig wird es bei gemischtkörnigen Aushubmaterialien mit Steinen über 63 mm. Dann ergänzen wir den Versuch mit einem Sandkegel-Dichte Feldversuch, um die erreichte Einbaudichte direkt an der Walzlage zu prüfen. Die Auswertung liefert die Proctorkurve, den optimalen Wassergehalt und die maximal erreichbare Trockendichte. Diese Kennwerte sind Vertragsbestandteil jeder Erdbauleistung in Freiburg.
Proctor-Versuch in Freiburg: Verdichtungskontrolle mit Norm und Labor
Technische Referenz — Freiburg

Standortspezifische Faktoren

Jeder zweite Baugrubenverfüller in Freiburg kennt das Problem: Der Aushub wird lagenweise eingebaut, die Walze fährt ihre Bahnen, aber ohne Proctor-Referenz weiß niemand, ob 95 % oder 82 % erreicht sind. Die ZTV E-StB 17 fordert Verdichtungsgrade von mindestens 97 % für Planumsbereiche und 100 % für Tragschichten. Eine Unterverdichtung zeigt sich oft erst nach dem ersten Starkregen – Setzungen an Bordsteinen, Risse im Asphalt, Wasserstau auf der Fahrbahndecke. Im Rheintal mit seinen grundwassernahen Kies-Sand-Gemischen kann eine zu feuchte Verdichtung den Porenwasserdruck so stark erhöhen, dass die Dichte trotz hoher Walzenergie abfällt. Ohne den modifizierten Proctor-Versuch bleibt die Qualität der Verdichtung reine Glückssache – und die Gewährleistungsfrist läuft fünf Jahre.

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Maßgebliche Normen

DIN 18127:2012-09 – Proctor-Versuch, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdarbeiten, DIN EN 13286-2 – Proctor-Versuch für ungebundene Gemische, TP BF-StB Teil B 11.1 – Eignungsprüfung Bodenverfestigung

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN 18127:2012-09
Verdichtungsarbeit (Normalproctor)≈ 0,6 MNm/m³
Verdichtungsarbeit (Mod. Proctor)≈ 2,7 MNm/m³
Fallgewicht / Fallhöhe (Normal)2,5 kg / 30 cm
Fallgewicht / Fallhöhe (Modifiziert)4,5 kg / 45 cm
Schichtenanzahl3 (Normal) oder 5 (Modifiziert)
Maximalkorn (Standardmörser)≤ 31,5 mm (ggf. Überkornkorrektur)
Ergebnisparameterρd,max, wopt, Proctorkurve

Häufige Fragen

Was kostet ein Proctor-Versuch in Freiburg?

Der einfache Normalproctor liegt bei 100 bis 140 Euro. Der modifizierte Proctor kostet je nach Probenanzahl und Überkornanteil zwischen 140 und 180 Euro. Bei Serienversuchen mit mehr als 5 Proben reduzieren sich die Einzelpreise.

Wann brauche ich den modifizierten statt des normalen Proctor-Versuchs?

Sobald schwere Vibrationswalzen mit mehr als 10 Tonnen Betriebsgewicht eingesetzt werden, ist der modifizierte Proctor mit 4,5 kg Fallgewicht Pflicht. Auch die ZTV E-StB fordert ihn für Tragschichten von Straßen und hochbelastete Dämme.

Können Sie den Proctor-Versuch auch auf der Baustelle durchführen?

Der Proctor-Versuch selbst ist ein Laborversuch. Er bestimmt die Referenzdichte an einer gestörten Probe. Die Felddichteprüfung führen wir mit dem Sandkegelgerät oder dem Densimeter direkt auf Ihrer Baustelle durch und vergleichen den Wert mit der Laborreferenz.

Wie lange dauert die Bearbeitung im Labor?

Bei Auftragseingang bis 12 Uhr liegt das Ergebnis am Folgetag vor. Eilaufträge bearbeiten wir innerhalb von 6 Stunden. Der modifizierte Proctor mit Überkornkorrektur benötigt einen zusätzlichen Tag.

Welche Bodenarten können Sie im Proctor-Versuch prüfen?

Wir prüfen alle bindigen und nichtbindigen Böden bis zu einem Größtkorn von 63 mm. Bei stark steinigen Aushubmaterialien aus dem Schwarzwaldrand empfehlen wir den CPT-Versuch zur direkten Lagerungsdichtebeurteilung in situ.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Freiburg und seinem Großraum.

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