Freiburgs Entwicklung vom zähringischen Marktfleck zur Green City brachte eine Untergrundnutzung mit sich, die den anstehenden Schichten einiges abverlangt. Unter der mittelalterlichen Altstadt lagern quartäre Rheinkiese, im Osten reichen die Vorberge des Schwarzwalds mit verwittertem Grundgebirge bis an den Stadtrand. Diese geologische Spannweite verlangt bei jedem Bauvorhaben, vom Retentionsbecken in St. Georgen bis zum Laborneubau im Institutsviertel, eine präzise Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit. Der Felddurchlässigkeitsversuch liefert den kf-Wert direkt dort, wo er wirkt – in situ, ungestört und belastbar. Ergänzend zur Laboranalyse der Korngrößenverteilung schafft der In-situ-Versuch die Datengrundlage für Versickerungsanlagen nach DWA-A 138 und jede Form von Wasserhaltung. Der Untergrund im Stadtkreis zählt zu den hydraulisch heterogensten Baden-Württembergs – ein Umstand, den das Team mit projektspezifisch angepassten Testhorizonten seit Jahren routiniert auflöst.
Ein Lugeon-Wert unter 1 in verwittertem Schwarzwald-Kristallin kann über die Zulässigkeit einer Druckluftvortriebsstrecke entscheiden – gemessen in Freiburg-Günterstal.



